"Bemutterung ist out.
Kinderbetreuung ist in.
Wir bezahlen beinah jeden, um nach den Kindern zu sehen, außer die eigenen Mütter.“

- Peter S. Cook -

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WIR SIND UNABHÄNGIG - SEIT 1979!

Neueste Beiträge

Respekt für Lebensleistung bei der Rente?

Müttern wird er verweigert – kinderlose Witwen sind überversorgt

„Sie müssten einen engagierten, den Benachteiligungen der Familien gegenüber aufgeschlossenen, über die Maßen fleißigen Richter finden, wenn die Klage nicht abgewiesen werden sollte. Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass Sie diesen Mann oder diese Frau finden, ist 1:1000.“

Dies schrieb mir im Mai 1998 der pensionierte Sozialrichter Alfred Rollinger zur Klage meines Vaters gegen seine Witwerrente. Die „Rente für Lebensleistung“ meiner Mutter für das Großziehen von 7 Kindern war kläglich und entsprechend mickrig die daraus berechneten 60 % Witwerrente.

Noch habe ich die Hoffnung nicht aufgegeben, diese Nadel im Heuhaufen zu finden. Deshalb habe ich selbst im Jahr 2019 Klage gegen die Deutsche Rentenversicherung eingereicht, weil ich als Mutter von 1977 – 1980 geborenen Kindern weniger Rente für die Erziehung erhalte, als jungen Eltern zugestanden wird (Thema „Mütterrente“, verursacht durch den willkürlichen Stichtag 1.1.1992). Ich sehe darin einen Verstoß gegen den Gleichheitssatz in Art. 3 Abs. 1 des Grundgesetzes. Hier leicht redigierte Auszüge aus meinen Begründungen an die Gerichte:

Lesen Sie hier den Beitrag von Gesa Ebert „Respekt für Lebensleistung bei der Rente„, der in der fh 4/21 erschien, weiter. 

Das Faltblatt unseres Verbandes

Der Verband Familienarbeit e.V. freut sich, sein neues Faltblatt „Die Reform des Elterngeldgesetzes“ vorzustellen. Es ist entstanden aus der Erkenntnis heraus, dass dem aktuell geltenden Elterngeldgesetz ein die elterliche Erziehungsleistung missachtendes Denken zu Grunde liegt: Mit bis zu 1.800 € /mtl. „ernten“ diejenigen Eltern am meisten, die vor der Geburt ihres Kindes möglichst umfänglich erwerbstätig waren und deshalb finanziell ohnehin viel besser dastehen als zum Beispiel Mütter, die zugunsten der Betreuung schon mehrerer Kinder ganz oder teilweise auf Erwerbstätigkeit verzichtet hatten. Diese müssen sich mit dem Grundbetrag von 300 € zufrieden geben, der „gnadenhalber“ gewährt wird, denn sie haben ja „nicht gearbeitet“! Wir finden das skadalös.

Außerdem kritisieren wir die einjährige Laufzeit des Elterngeldes, denn lt. dringender Empfehlung der einschlägigen Entwicklungs- und Bindungsforschung sollten Kinder unter drei Jahren eine verlässlich erreichbare, feste Bezugsperson haben. Durch die Schaffung einer wirklichen Wahlfreiheit möchten wir erreichen, dass die Eltern, die ihr Kind in dieser Zeit selbst betreuen wollen, das auch tun können, ohne massiv benachteiligt zu werden.

Das Faltblatt sollte möglichst weit verbreitet werden, vor allem auch bei den Bundestags- und Landtagsabgeordneten. Bestellung in Papierform bei Gertrud Martin, Seb.-Kneipp-Str. 110, 78048 VS-Villingen, Tel. 07721 56124.

Auf dem Holzweg

 

Kann unser Rentenrecht zukunftstauglich gemacht werden? 

Nach der Bundestagswahl wird sich eine neue Regierung der Reform unseres Rentenrechts stellen müssen. Die angehäuften Probleme lassen sich nicht nochmal eine Wahlperiode verschieben. Ansatzpunkte für eine befriedigende Lösung zeichnen sich allerdings bisher am Horizont noch nicht ab.

Lesen Sie dazu einen Beitrag aus der Zeitschrift „factum“. 

Headerbild Infos für Großeltern

#WIRMACHENDASFASSAUF

Macht mit uns auf die Missstände im Bereich der Care-Arbeit aufmerksam - Online am 30. April 2021

Wie kann ich mitmachen? Wer eines hat, fotografiert bis zum 30. April 2021 ein Fass, welches natürlich mit der persönlichen Botschaft für Care-Arbeit dekoriert werden darf! Idealerweise habt ihr einen öffentlichen Platz, wo ihr euer Fass positionieren könnt. Das Fass wird fotografiert und mit dem Hashtag #wirmachendasfassauf in den sozialen Medien gepostet – ABER: Erst am 30. April 2021 um 19:00 Uhr. Teilen, weitererzählen, posten,… vorab ausdrücklich erwünscht!

Der digitale Flashmob unter dem Motto „Wir machen das Fass auf!“ soll auf Missstände in der Care-Arbeit aufmerksam machen. Es geht dabei sowohl um Berufe im Care-Bereich, die elterliche Erziehungsarbeit als auch um häusliche Pflege von Angehörigen. Denn diese wichtige Arbeit ist ungleich verteilt, unterbezahlt und unterfinanziert. Sie muss Anerkennung und eine gendergerechte Finanzierung erhalten.

Zur Einstimmung auf den digitalen Flashmob startet um 18:30 Uhr eine Vorveranstaltung zum Thema Care-Arbeit. Alle sind Willkommen, denn je mehr sich einsetzen, desto besser. Damit wir einen Überblick haben, wie viele wir sind, meldet euch (gerne auch als Gruppe) bitte bei Renate Seis für die digitale Vorveranstaltung an: renate.seis@gmx.de.

Hinweis für alle ohne Fass und/oder Social Media: Wer kein eigenes Fass hat, kann natürlich das angefügte Fassbild nutzen. Postet einfach das Logo mit Hashtag und eurem Statement. Wer nicht in den Social-Medias vertreten ist, kann seinen Beitrag bis zum 30.04.2021 um 14 Uhr an folgende E-Mail schicken (wir posten ihn dann für euch): hornung@frauenbund-bayern.de

Hinweis für teilnehmende Netzwerke/Verbände/Unternehmen: Wir machen euch gerne als Unterstützer auf unserer Website sichtbar – mit eurem Statement für Care-Arbeit. Meldet euch dafür unter: mschmid@familienarbeit.org

Weitere Informationen unter: www.vhs.link/CARE 

Für Fragen stehen wir gerne zur Verfügung unter mschmid@familienarbeit.org!

Mit vielen Grüßen

Maria Schmid, Brigitte Bührlen, Anneliese Röhrl, Renate Seis

12 Thesen zum Erziehungsgehalt

Aufruf zur Wende in der Frühbetreuung

Die Eltern gehen zur Arbeit, die Kinder in die Kita, schon die ganz Kleinen.

 

Das ist der allgemeine Trend in unserer heutigen Gesellschaft und das wird aus verschiedenen Gründen von Politik und Wirtschaft gefördert und gefordert. Die institutionelle Betreuung, bereits vom Krippenalter an, scheint die ideale Lösung für alle zu bieten. “Frühe Förderung”, “Kinder brauchen Kinder” ist in aller Munde 
und Eltern wollen das Beste für ihre Kinder. Was aber sind die Grundbedürfnisse der Kleinkinder? Und können sie unter den heutigen Bedingungen in der Krippe befriedigt werden – als Voraussetzung für eine gute kindliche Entwicklung?

Zahlreiche  Psychotherapeuten und Ärzte, darunter angesehene Wissenschaftler, weisen auf Gefahren für die Persönlichkeitsentwicklung von Säuglingen und Kleinkindern in den Kitas hin. 

Sie zeigen auf, dass vor allem unter 3-Jährige i.d.R. zu früh und zu lange in qualitativ unzureichend ausgestatteten Einrichtungen betreut werden, was mittel- und langfristig mit Risiken für ihre psychische Gesundheit verbunden ist. 

 

 

Der Aufruf, der von der Politik eine Wende in der Frühbetreuung von Kindern fordert, befasst sich mit der derzeitigen Situation der Kitas, der Erzieher*innen, der Kinder unter 3 Jahren und ihrer Eltern sowie mit notwendigen Konsequenzen.
Initiator des Aufrufs ist die Arbeitsgruppe Frühbetreuung in der Vereinigung Analytischer Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten Deutschland. 
Erstunterzeichner sind diverse Fachverbände sowie über 200 teilweise namhafte Experten aus den Fachbereichen Psychotherapie, Medizin, Pädagogik und Neurobiologie. 

Aufruf, vollständige Version

Kurzfassung des Aufrufs

Link zur Website des Aufrufs
Hier finden Sie neben dem Aufruf die Möglichkeit zu unterschreiben, die Liste der Erstunterzeichner, ein Literaturverzeichnis, Kommentare zum Aufruf und die Möglichkeit, Kontakt aufzunehmen. 

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