Paritätischer Wohlfahrtsverband: Elterngeld darf nicht zu Lasten Arbeitsloser gehen

Der Paritätische Wohlfahrtsverband (DPWV) hat die Bundesregierung vor einer ausschließlich mittelstandsorientierten Familienpolitik gewarnt, die sozial Benachteiligte aus den Augen verliert.
"Das Elterngeld darf auf keinen Fall zu finanziellen Einbußen bei Hartz-IV-Beziehern führen", mahnt der Hauptgeschäftsführer des Verbandes, Ulrich Schneider. "Das würde den Graben zwischen Langzeitarbeitslosen und Gutverdienenden weiter vertiefen." Das Eltergeldkonzept muss nach Ansicht des DPWV zwingend mit einer offensiven Politik der Armutsbekämpfung verknüpft werden.
Der Verband macht darauf aufmerksam, dass das Erziehungsgeld derzeit nicht mit dem Arbeitslosengeld II verrechnet werde. Sicherzustellen sei, dass Arbeitslose beim Ersatz des Erziehungsgeldes durch das Elterngeld nicht hinter dieses Leistungsniveau zurückfallen.
Quelle: ots-Originaltext vom 11.1.2005

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