Familienbund fordert plurale Familienpolitik

Der Familienbund der Katholiken, Landesverband Bayern kritisiert die Familienpolitik der Bundesregierung.

Einseitige Betreuungspolitik bedrängt Eltern und Arbeitsmarkt – Bis zu 7 Mio. Arbeitslose möglich

München – Der Familienbund kritisiert mangelnde Pluralität der Familienpolitik der Bundesregierung. Sie limitiert die Förderung der elterliche Erziehung (Elterngeld) auf maximal 1 Jahr, während die außerfamiliäre Erziehung bis zum 14. Lebensjahr unterstützt werden soll –
aber nur die für Eltern, die sich für Erwerbsarbeit statt für Familienarbeit entscheiden.

Landesvorsitzender Dr. Johannes Schroeter: "Wir stehen verärgert vor einer zunehmend intoleranteren Regierungspolitik. Eltern, die sich voll ihren Erziehungspflichten nach Art. 6 Grundgesetz stellen, sind der Bundesregierung nicht mehr viel wert. Die Förderung steigt in dem Ausmaß, in dem Eltern die Kindererziehung delegieren und in die Erwerbsarbeit wechseln."

Es sei unverständlich, warum das Elterngeld nach spätestens einem Jahr ende, während die grundgesetzliche Erziehungspflicht 18 Jahre dauere. Es sei ebenfalls unverständlich, warum außerfamiliäre Kinderbetreuung nur bei voll berufstätigen Elternpaaren steuermindernd wirken solle. Schroeter: "Ist denn Kinderbetreuung nur förderwürdig, wenn sie zusätzliche Eltern für den ersten Arbeitsmarkt freisetzt?"

Die massive Diskriminierung der elterlichen Erziehungsarbeit in den Familien führe zu einer regelrechten Flucht aus der Familienarbeit in die Erwerbsarbeit. Schroeter: "Knapp 2 Millionen Eltern können auf diese Art noch von der Familienarbeit in den ersten Arbeitsmarkt abgeworben werden. Mit dieser Politik lässt sich die Arbeitslosenzahl auf knapp 7 Millionen steigern. Das ist grotesk!"

Der Familienbund fordert Wahlfreiheit für die Eltern. Er fordert ein Erziehungsgehalt, mit dem alle Eltern die Kindererziehung ihrer Wahl finanzieren können – rein familiär, rein außerfamiliär oder in der Mischung, die den jeweiligen Eltern und ihren Kinder taugt.

Weitere Informationen: Landesvorsitzender Dr. Johannes Schroeter, Tel. 0171-5411761

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