21 Lektionen für das 21. Jahrhundert

Beitragsbild: Buchbesprechun
Yuval Noah Harari

21 Lektionen für das 21. Jahrhundert

C.H. Beck Verlag, 2019 | 528 Seiten, 14,95 € | ISBN 978-3-406-73968-2

Harari zeigt sehr deutlich die Gefahren auf, die mit der zunehmenden Digitalisierung verbunden sind. Die sogenannte KI = Künstliche Intelligenz arbeitet mit Algorithmen. Menschliche Gefühle sind ihr fremd. Viele Berufe werden in Zukunft durch KI ersetzt. Das wirft die Frage auf, was wir heute tun müssen, damit wir morgen physisch überleben und dabei psychisches Wohlergehen garantieren können. Zu Beginn des 21. Jh. ging man davon aus, dass sich durch die Globalisierung der ökonomische Wohlstand über die ganze Welt verbreiten würde und weltweit alle davon profitieren. Dieses Ziel wurde nicht erreicht. Die KI mache seiner Ansicht nach den ökonomischen Wert und die politische Macht der meisten Menschen zunichte. Die Kluft zwischen Arm und Reich wachse. Ohne globale Zusammenarbeit sei die menschliche Existenz weltweit bedroht. Für ihn ist Kindererziehung die wichtigste und herausforderndste Tätigkeit, die bezahlt werden müsse. Er erwägt auch die Frage, ob alle Menschen ein Grundeinkommen erhalten sollen oder allgemeine Grunddienstleistungen von den Regierungen kostenlos gestellt werden müssten.

Weiterhin sieht er die Gefahr der „Datensaugung“. Er gibt zu bedenken: Wem gehören diese und was geschieht damit?
Alles in allem kein Buch zum einfach „Weglesen“. Aber es werden all die Themen angesprochen, die uns heute schon beschäftigen sollten, weil wir morgen davon betroffen sind.

Wiltraud Beckenbach

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Ich habe die Datenschutzbedingungen gelesen und akzeptiere sie.