Anmerkung zum Presseclub am 26.07.2015 in der ARD* (Fh 2015/2)

Anmerkung zum Presseclub am 26.07.2015, kurz nach 12 Uhr, in der ARD*
von Dr. Johannes Resch

In meinen Augen war diese Sendung von Anfang an darauf angelegt, eine ideologisch vorgegebene Meinung zu puschen. Von den fünf Diskussionspartnern konnte der französische Journalist nicht klar Stellung beziehen, mangels genauer Kenntnis der deutschen Gegebenheiten. Von den anderen drei Eingeladenen waren zwei eindeutige Gegner des Betreuungsgeldes, und nur Frau Kelle sprach dafür. Dazu kommt, dass die Moderatorin keine neutrale Stellung einnahm, sondern schon eingangs eindeutig gegen das Betreuungsgeld votierte. Damit stand die Diskussion von vornherein drei zu eins. Bei dreifachem Übergewicht einer Seite hat die Minderheitsposition keine reelle Chance. Frau Kelle hatte im Grunde nur eine Alibifunktion.
Mich erinnert diese Art von Scheindiskussion an vergleichbare Sendungen im früheren DDR-Fernsehen. allerdings mit dem Unterschied, dass dort auch noch die Alibi-Person weggelassen worden wäre.

* Presseclub am 26.07.2015, kurz nach 12 Uhr, in der ARD
Titel: „Betreuungsgeld weg, Streit da? Was in der Familienpolitik jetzt passieren muss“.
Moderation: Ellen Ehni. Film unter http://www1.wdr.de
Gäste: Olaf Gersemann, Ressortleiter Wirtschaft, Finanzen und Immobilien, „Welt“-Gruppe | Birgit Kelle, Freie Journalistin | Elisabeth Niejahr, Korrespondentin im Hauptstadtbüro der „Zeit“ | Pascal Thibaut, Deutschland-Korrespondent, Radio France Internationale

Kategorie: Betreuungsgeld, Verbandsaktivitäten, Wahlfreiheit. Lesezeichen anlegen für diese Seite.